Geheim ist im Restaurant nicht geheim

Kürzlich in einem Fastfood Restaurant: Jemand sitzt mit seinen zwei weiteren Gesprächspartnern in diesem. Zufällig konnte ich, obwohl ich fünf Tische weiter saß, das Gespräch komplett ungewollt mithören. So bekam ich mit, dass es sich um eine neue Sauce handelt, die der Gesprächsführer lauthals anpries.

Um seine Partner (vermutlich künftige Investoren?) von der Bedeutung seiner Sauce zu überzeugen, gab er voll tönend die Rezeptur bekannt. Auch über den Preis und wie dieser kalkuliert wurde sprach er so laut, dass alle im Restaurant das sofort verstanden und nachvollziehen konnten.

Nun musste ich schmunzeln und versetzte mich in die künftigen Investoren hinein: Ich würde keinen Cent in dieses Unternehmen stecken. Da könnte man sein Geld gleich verbrennen. Denn wer so unbedarft in einem Restaurant lauthals alles offenbart, da besteht die absolute Gefahr, dass dieser sein Produkt voll an die Wand fährt, noch bevor es auf den Markt kommt.

Eine Antwort mag ich nicht erkennen

Roboter, Automaten und künstliche Intelligenzen, Begriffe, die uns zunehmend begegnen. Sie erobern immer mehr die Industrie, gedacht, die menschliche Arbeit zu erleichtern und zu übernehmen. Doch nicht nur Unternehmen bejubeln diese Entwicklung. Auch Politiker sehen darin eine positive Entwicklung. Doch ist sie wirklich so positiv, wie es auf den ersten Blick aussieht?

Es mehren sich inzwischen Nachrichten, in denen darüber informiert wird, das Arbeitnehmer entlassen werden, da Prozesse von eben anfangs genannten Robotern, Automaten oder künstliche Intelligenzen übernommen wurden. Doch bei all der Euphorie sei angemerkt, dass diese Entwicklung einen gewaltigen Zündstoff beinhaltet: Die Sozialabgaben, aus denen die Renten, Krankenversicherungen und vieles mehr in einem Sozialstaat finanziert werden. Denn für einen Roboter sind keine Sozialausgaben zu zahlen und sie zahlen auch keine. Logisch, denn Maschinen sind keine Arbeitnehmer.

Doch geht die Entwicklung so weiter, und davon ist auszugehen, bleibt die Frage: Wer bezahlt in der Zukunft dann die Renten, die Krankenversicherung und so weiter?

Ich mag nicht erkennen, dass es darauf bereits eine Antwort gibt.

Und der Frühling wird kommen

Eines ist sicher, der nächste Frühling wird kommen. Denn die Natur zeigt bereits die ersten Boten, ob nun Schneeglöckchen oder Krokusse. Trifft das ein, was die Wetterfrösche prophezeien, so kommt erst einmal eine Kältewelle auf uns zu. So sagen sie für die nächste Woche auch für den Tag Minusgrade voraus.

Aber eines ist gewiss, die kalten Tage sind gezählt und somit dürfen wir uns bereits jetzt schon auf wärmere Tage freuen. Das hebt doch die Stimmung um einiges mehr, oder?

 

Ist ja alles nur geklaut

Ein neuer Sport macht sich immer breiter in Berlin: Der Einkaufswagenklau.

Supermärkte stellen ihren Kunden zum bequemeren Einkauf die Einkaufswagen zur Verfügung. Eine praktische Sache. Man steckt eine Münze oder einen Chip in den Schlitz des Wagens und schon kann man damit durch in den Supermarkt einkaufen gehen. Anschließend stellt man diesen wieder an der vorgesehenen Stelle ab und entnimmt seine Münze oder den Chip.

Eigentlich. Und doch gibt es einige Mitmenschen, die es irgendwie falsch verstehen. Sie fahren ihren Einkauf mitsamt jenem Einkaufswagen bis nach Hause. Doch zurückbringen? Nö, geht nicht, wozu gibt es Parkanlagen in Berlin. Dort kann man die geklauten Einkaufswagen in den dunklen Stunden ja kostenlos entsorgen. Und so sammeln sich dann diese Wagen langsam in den Parkanlagen Berlins.

Warum geklaute? Sie sind das Eigentum der Supermarktkette. Die Mitnahme erfüllt den Tatbestand des Diebstahls und kann, wenn man erwischt wird auch so bestraft werden. Die Entsorgung im Park stellt einen weiteren Tatbestand dar und somit summiert sich das ganze.

Doch wen stört es schon?

Die neue Logik

Rums, einen Moment sich verschätzt und schon hat man einen Poller touchiert und Lackkratzer am eigenen Auto. Man könnte sich vor Wut in den Allerwertesten beißen. Aber was soll es.

Nun gut, man hat einen Schaden, der, wenn vorhanden, über die Vollkasko reguliert werden kann.

Jetzt beginnt ein Irrsinn, den man sich kaum vorstellen kann, da irgendwie unlogisch. So haben viele Versicherer eine Werkstattbindung enthalten. Dafür gewähren sie einen kleinen Rabatt für die Prämie. Nun sollte man annehmen, dabei handelt es sich um Werkstätten, die für die Versicherer kostengünstig den Schaden bereinigen. Doch in einem uns vorliegendem Fall scheint es nicht der Fall zu sein.

So hat in diesem Fall der betroffene Versicherungsnehmer eine Werkstatt gefunden, die den Schaden für etwa 580 EUR reparieren würde. Doch diese ist nicht im Verzeichnis des Versicherers. Sollte der Versicherungsnehmer nun dort den Schaden beseitigen lassen, so würde er zu der vereinbarten Selbstbeteiligung von 150 EUR noch zusätzlich 350 EUR tragen müssen.

Also entscheidet sich der Versicherungsnehmer, die vom Versicherer genannte Werkstatt aufzusuchen. Dort fallen aber laut Kostenvoranschlag etwa 1400 EUR an.

Nun zweifelt der Versicherungsnehmer an der Logik des Versicherers:

Werkstatt vom Versicherungsnehmer 580 EUR
abzüglich Selbstbeteiligung 150 EUR
Kosten für den Versicherer 430 EUR
Werkstatt vom Versicherer benannt 1400 EUR
abzüglich Selbstbeteiligung 150 EUR
Kosten für den Versicherer 1250 EUR

Also 820 EUR mehr.

Fazit: Wenn der Versicherungsnehmer für geringere Kosten für den Versicherer sorgt, wird er bestraft mit zusätzlich 350 EUR. Na, das nennt man doch Logik!

Das andere iPhone

Da liegt es nun vor mir, das iPhone X (iPhone ten oder auf deutsch: iPhone zehn). Gerade vom Paketboten abgegeben.
Auch wenn es in den Fingern juckt, aufgrund der Außentemperaturen von gegenwärtig durchschnittlich 3 Grad, lasse ich es noch etwas liegen, damit sich das empfindliche Gerät nicht gleich beim Einschalten verabschiedet. Danach werde ich es erst komplett aufladen.

Bleibt also Zeit ein wenig in die Geschichte des iPhones zu schauen. Anfang 2007 löste der Firmengründer Steve Jobs am 9. Januar 2007 in San Francisco auf der Macworld Conference & Expo mit der Vorstellung des ersten iPhone einen großen Wow-Effekt aus. Erstmalig hatte ein Mobiltelefon keine Tasten mehr, um jemanden anzurufen oder um Programme zu starten. Man tippte nur noch auf das Display und schon reagierte das Telefon. Ansichten vergrößern ging mit Spreizen der Finger auf dem Display und noch vieles mehr. Apps, die man installieren konnte, waren zu der Zeit noch rar. Doch das änderte sich sehr schnell. Heute (stand 2017) sind es mittlerweile 2,2 Millionen Top-Apps. Wie gesagt: Nur die Top-Apps.

Erste Skeptiker schüttelten beim Erscheinen des ersten iPhones den Kopf. Ich erinnere mich noch der vielen Meinungen in Foren, die voraussagten, dass sich diese Technologie nicht durchsetzen werde, zu viel Spielerei usw. Und doch, es dauerte nicht lange bis Google das Androidsystem entwickelte und ebenfalls auf Gestensteuerung setzte. Die ersten Geräte erschienen 2008.
Man kommt nicht umhin, zu sagen, mit dem iPhone hat Apple ein neues Technologiezeitalter in der mobilen Kommunikation eröffnet. Heute können wir uns Geräte ohne Touchscreen kaum noch vorstellen.

Die Bedienung über den Bildschirm gab es jedoch schon vorher. So gab es PDAs, die einen resistiven Bildschirm besaßen und mit einem Stift bedient wurden. So von Palm und auch die, die mit Windows CE liefen. Mit der Weiterentwicklung des mobilen Windows folgten dann auch vor dem iPhone Geräte, die dann die mobile Telefonie ermöglichten. E-Mails abrufen und im Internet surfen ging damit auch.

Wie eingangs bereits erwähnt, wurde das erste iPhone Anfang 2007 vorgestellt. Und in Deutschland konnte man es dann erst ab November 2007 über die Telekom kaufen. So lange warteten damals die Technikfans. Heute unvorstellbar. Beim iPhone X dauerte es von der Vorstellung im September 2017 bis es in Deutschland in die Läden kam etwa 2 Monate. Und selbst dieser Zeitraum erschien einigen zu lange.

Nun gut, Zeiten ändern sich.

Doch nun zum iPhone X.

Verpackt ist es, wie bereits die Geräte zuvor, in einer weißen Schachtel, bedruckt mit einem Foto, das den Screen des iPhone X zeigt. Waren die Schachteln vorher noch mit einer Folie zugeschweißt, so hat Apple dieses Mal eine Folie angewandt, die selbst dem ungeduldigsten Apple-User nicht den letzten Nerv raubt. Einfach an einer Lasche anfassen und schon kann man die Folie Entfernen.

In der Verpackung finden wir dann neben etlichen Hinweisen und Erstanwendungsbildern das iPhone X, ein Ladegerät, ein USB-Kabel zum Lightning-Anschluss und ein Headphoneset mit entsprechendem Adapter (Lightning zu Audiobuchse 3,5).
Das war es.

Nun schauen wir uns das Gerät an.

Also, es sieht auf jeden Fall edel aus. Der Bildschirm erstreckt sich über die gesamte Frontfläche. Oben in der Mitte befindet sich ein Lautsprecher und das System für die Gesichtserkennung.
Notch genannt oder auf deutsch Einkerbung, in der sich die Sensoren für Umgebungslicht, Face-Id und Frontkamera befinden.

Der Homebutton, der das iPhone in all den Jahren begleitete und mit dem iPhone 7 bereits geändert wurde – denn dort war er dann schon nicht mehr mechanisch bedienbar – ist ganz verschwunden.
Apple hat somit zwangsläufig einige neue Gesten im iPhone X integriert.

Große Umgewöhnung? Mitnichten! Bereits nach kürzester Zeit hat man die neuen Gesten verstanden und vermisst den Homebutton nicht mehr.

Das iPhone X ist unwesentlich großer als das iPhone 7. Wirkt aber optisch weitaus größer. Jeder, der es bei mir gesehen hat, war erstaunt. Erste Reaktionen: Ist mir zu groß! Wenn ich dann das iPhone 7 rangehalten habe, so das man den kleinen Unterschied sehen konnte, kam das große Staunen.

Die Rückseite ist ebenfalls aus Glas. Umrahmt werden die Vorder- und Rückseite durch einen Edelstahlrahmen. Optisch ist also das iPhone X ein absoluter Hingucker.

Merkt man das Fehlen des Home-Button? Bereits nach kurzer Zeit fehlt er einem nicht mehr. Die neuen Gesten und Tastenkombinationen gehen schnell ins Blut über.

Der neue Prozessor, der A11 Bionic Chip mit 64‑Bit Architektur, sorgt für ausreichende Rechenleistung, so dass die Anwendungen fließend ihren Dienst versehen.

Wie bereits erwähnt, die neuen Gesten lernt man sehr schnell.

Um von einer App zum Startscreen zu gelangen, musste man vorher auf den Homebutton drücken, dann  verschob sich die App in den Hintergrund. Beim iPhone X wird die App von unten nach leicht oben geschoben und schon ist sie verschwunden. Um zwischen den Apps zu switchen kann man ganz unten auf dem Bildschirm mit einem Finger nach links oder rechts wischen und somit in den im Hintergrund laufenden Apps blättern. Um diese zu schließen wurde vorher zweimal kurz auf den Homebutton gedrückt und die Apps waren zu sehen, konnten jeweils mit einem Wisch nach oben geschlossen werden. Beim iPhone X bewegt man den Finger im Display von ganz unten bis zur Mitte und die im Hintergrund befindlichen Apps werden angezeigt. Drückt man nun länger auf eine App, so werden Minuszeichen angezeigt und die Apps lassen sich, wie vorher nach oben wischen. Jedoch kann man bereits beim Beenden einer App diese dauerhaft schließen, in dem man diese mit dem Finger zur Mitte schiebt, dort verbleibt und schon taucht auch dann an dieser eine Minuszeichen auf, so dass man diese schließen kann.

Im täglichen Gebrauch ist das iPhone X ein nützlicher Helfer. Mittlerweile haben viele Entwickler ihre App auf die Besonderheiten des Bildschirmes umgestellt.

Nach einigen Wochen Nutzung des iPhone X kann ich sagen, die Bedienung ist sehr schnell in Routine übergegangen. Logisch, der Akku hatte anfangs eine kurze Laufzeit. Das lag aber daran, das das iPhone viel in die Hand genommen wurde. Fakt ist, das größere Display verbraucht mehr Strom.

Mittlerweile hat sich das aber eingepegelt, da man dann doch nicht mehr so auf das Display schaut.

 




Berlin ist nicht nur Party

Bei einer Dampferfahrt auf Berlins Gewässer kann man die schönsten Ansichten der Stadt entdecken.

 Berlin ist nicht nur Party. Berlin ist bei weitem viel mehr. Eine Möglichkeit dieses zu erfahren, ist unter anderem mit einem Schiff durch Berlin zu schippern. Man wird erstaunt sein über die vielfältige Architektur, die viele Gewässer und vor allem, wie grün diese Stadt ist.

 Unzählige Parks, Grünanlagen und Grünflächen ziehen sich durch die Stadt. Sie sorgen für eine Auflockerung und was viel wichtiger ist, für viel Sauerstoff. Was viele nicht wissen: Berlin zählt zur grünsten Stadt in Europa.

 Was man bei einer solchen Dampferfahrt auch erkennt, die Stadt hat sehr viele Wasserstraßen und Seen. Ob nun Spree, der Landwehrkanal, die Havel oder der Teltowkanal, dann der weithin bekannte Müggelsee und der Wannsee usw. Sie gehören zu Stadtbild Berlins.

 

Zu alt für neue Technik?

Links ein typisches Seniorenhandy und rechts ein Smartphone. Welches mögen heutige Senioren lieber?

 

 

Kennen Sie die Seniorenhandys? Große Tasten usw. Doch wollen es die Senioren wirklich so? Viele von den heutigen Senioren sind mit Computer aufgewachsen. Sie kennen sich aus mit dem Internet, sie chatten mittels Whatsapp mit ihren Kindern, ihren Enkelkindern und so weiter. Sie surfen mit ihren Smartphones im Internet, rufen unterwegs E-Mails ab., ja sie verwenden Kartendienste, um zu einem unbekannten Zielort zu kommen. Sicherlich, es gibt auch welche, die damit Probleme haben, doch überwiegen die erstgenannten. Doch behaupten wir mal, die „Kenner“ sind mittlerweile in der Überzahl.

Doch leider muss man immer wieder feststellen, dass, sobald jemand mit schlohweißem Haar in einem Elektronikmarkt auftaucht, man meint: Die haben keine Ahnung. Das geht auch mir in vielen Fällen so. Gerne lasse ich mir dann einiges vom Kundenberater erzählen, lasse ihn gewähren. Wenn er dann mit seinem Text fertig ist, dann kommen meine Fragen, die bereits den einen oder anderen Kundenberater haben rot werden lassen, weil ich ihm dann nachgewiesen habe, welchen Blödsinn er von sich gegeben hat.

Es bleibt daher nur der Hinweis: Verkauft die neuen Senioren nicht für dumm, sie sind die Generation, die mit der neuen Technik großgeworden sind und in vielen Fällen sogar an der Entwicklung der Grundlagen mitgewirkt haben.

Wie man spricht

Es kommt immer wieder vor, dass man sich mit einem Vertragspartner oder einer Behörde telefonisch oder auch schriftlich austauschen muss. Aber auch im Unternehmen findet Kommunikation ständig statt. In der Kommunikation sind jedoch Erwartungen, Reaktionen und Emotionen von großer Bedeutung. Sie reflektieren, wie das Gesagte oder Geschriebene vom anderen Partner aufgenommen wird.

Aber Kommunikation auf das Vorgenannte zu beziehen, ist nicht ausreichend. Denn diese findet laufend statt, sei es das Gespräch mit unserem Partner, eine Frage nach dem Wohin auf der Straße und vieles mehr.

Ständig findet der Austausch von Nachrichten zwischen mindestens zwei Personen statt.

Dabei gilt grundsätzlich jedoch, einen Zusammenhang von Reaktion und Gegenreaktion zu verstehen. Im täglichen persönlichen Umgang haben wir es leichter, denn die Gegenreaktion auf unsere Reaktion können wir vom Verhalten, den Gesichtszügen und der Körperhaltung unseres Gesprächspartners ablesen und darauf wieder reagieren. Sei es durch Beschwichtigungen oder Konsequenz, je nachdem, was unser Ziel ist.

Stellen wir uns mal folgende Situation vor: Sie sind in einem Supermarkt. Ihnen gefällt etwas, jedoch stellen sie fest, die Haltbarkeit ist überschritten. Nun haben sie zwei Möglichkeiten:

1. Sie sind erbost und sprechen fordernd und derb eine Verkäuferin an. Das hat zur Folge, dass diese sofort auf Gegenwehr geht und entsprechend kurz und knapp antwortet. Das heißt, es baut sich keine Beziehungsebene auf. Und das kann schnell zur Eskalation führen.

2. Sie sind zwar erbost, beherrschen sich aber und sprechen die Verkäuferin freundlich mit einem Lächeln an und weisen auf das Problem hin. Dabei schauen sie diese freundlich an. Die Gegenreaktion fällt ganz anders aus. Sicherlich werden sie eine freundliche Antwort erhalten und die Verkäuferin wird bemüht sein, ihnen zu helfen. Damit wurde eine Beziehungsebene aufgebaut, die letztlich zum Erfolg führt.

Um das zu verstehen, was unter 1. und 2. passiert ist, muss man sich nur in den anderen Gesprächspartner hineinversetzen.

Im ersten Fall erfährt unser Gesprächspartner Aggression, die sofort als Abwehr eine Gegenreaktion auslöst. Unser Gesprächspartner empfindet eine Schuldzuweisung und sieht sich somit in die Enge getrieben, aus der er nur mit heftiger Gegenreaktion meint herauszukommen.

Anders verhält es sich im zweiten Fall. Hier wird Sympathie vermittelt und das führt somit zu entsprechender Gegenreaktion. Er empfindet keine Schuldzuweisungen und befindet sich somit nicht in einer Zwangslage. Dadurch handelt er konstruktiver.

Erinnern Sie sich? Ähnliche Situationen haben Sie sicherlich auch schon erlebt?

Aber nicht nur die Art, wie wir den Gesprächspartner ansprechen entscheidet über die jeweilige Gegenreaktion. Da spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle. Denn es kommen auf jeden Fall unsere menschlichen Sinne zum Tragen. Empfinden wir unseren Gesprächspartner als sympathisch und somit angenehm oder lehnen wir ihn nicht von vornherein ab. Diese Entscheidung fällen wir im Unterbewusstsein.

Soweit ist es klar, wenn man sich gegenübersteht, doch wie sieht es mit den anderen Kommunikationswegen, wie Kurznachrichten, E-Mail, Brief oder Telefon aus?

Zwischen der schriftlichen Kommunikation und dem Telefonat gibt es nochmals einen Unterschied. Beim Telefonat erfahren wir sofort, wie unsere Mitteilung vom Gesprächspartner aufgenommen wird. Wir können in unserer Stimme unsere Stimmung hineinlegen. Oder wie die Fachleute sagen, diese entsprechend modulieren. So kann der Verlauf eines Telefonates bestimmt werden. Als Beispiel: Sie haben ein Problem und rufen deshalb die dafür zuständige Hotline an. Nach Sie mit dem Hotline Mitarbeiter verbunden sind, sollten Sie aufmerksam zuhören, damit Sie den Namen richtig verstehen. Fragen Sie notfalls freundlich noch einmal nach, falls Sie den Namen nicht richtig verstanden haben. Generell: Bleiben Sie also freundlich, sprechen den Partner mit seinem Namen an. Schnell werden Sie merken, dass er Ihnen seine ganze Aufmerksamkeit schenkt. Somit können Sie Ihr Anliegen besser übermitteln und werden erfahren, dass er alles versuchen wird, um Ihnen zu helfen. Zum Ende des Gespräches bedanken Sie sich für die Hilfe. Dieses gibt dem Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung ein gutes Gefühl. Ihr Gespräch bleibt somit positiv in seiner Erinnerung. Denn positive Eindrücke merken wir uns länger.

Anders verhält sich in der schriftlichen Kommunikation. Während wir im mündlichen Gespräch sofort eine Reaktion erfahren, wird diese in der schriftlichen länger dauern. Doch einen wichtigen Unterschied gibt es noch: Das gesprochene Wort hat uns verlassen, kann im Notfall nicht mehr zurückgeholt werden. Im Schriftverkehr haben wir jedoch die Möglichkeit, unsere zu übermittelnde Nachricht vor dem Versenden nochmals durchzulesen, notfalls den Text und die Formulierungen zu korrigieren. Doch auch im Schriftverkehr gilt, den Empfänger zu öffnen, damit er unsere Mitteilung aufnehmen kann. Sie kennen es: Ein Schreiben im „Behördendeutsch“ versetzt uns erst einmal in Unruhe. Oftmals möchte man sofort im gleichen Tonfall antworten.

Wie aber nun kann man den Gesprächspartner öffnen? Einfach mit der gleichen Freundlichkeit, wie im Gespräch. Wir sprechen den Empfänger mit seinem Namen an. Floskeln, wie Sehr geehrte Frau/ Sehr geehrter Herr sollten der Vergangenheit angehören. Sie sind förmlich und nicht persönlich. Anders verhält es sich mit: Ein freundliches Hallo Frau /Herr oder ähnliches.

Sie müssen mit Ihrem Schreiben das Interesse am Weiterlesen wecken. Kommen Sie schnell zur eigentlichen Nachricht, die Sie übermitteln möchten. Oder wie man sagt: Auf den Punkt. Das erreichen Sie mit kurzen Sätzen. Vermeiden Sie in Ihrem Schreiben Satzanfänge mit Artikeln, wie u.a. Der, Die, Das. Beenden Sie Ihr Schreiben mit einer freundlichen Grußfloskel. Und nutzen Sie Möglichkeit, das Schreiben nach einer Pause noch einmal zu lesen. Sie werden feststellen, es gibt doch noch die eine oder andere Änderung in den Formulierungen.

Es gibt ausgebildete Texter, die in einem solchen Fall ein Porträt einer näherstehenden Person neben dem Computer stehen haben, das eine Freundlichkeit ausstrahlt. Hört sich eigenartig an, probieren Sie es mal aus, Sie werden sehen, es wirkt wirklich.